Wir sind alles Sterbende

Endlich!

Ich begleite im Moment ein paar Menschen, denen man ne richtig beschissene Diagnose um die Ohren gehauen hat. Ich rede hier bewusst nicht davon, dass ich sterbende Menschen begleite. Denn jetzt sind wir einfach mal gnadenlos ehrlich, wir alle sind Sterbende und zwar von der ersten Sekunde an, nur wollen wir das so gar nicht wahrhaben. Wie dem auch sei. So ne richtig beschissene Diagnose bringt einem zum Grübeln über das Leben, über nicht vorhandenen Konfettiregen, zu wenig Küsse und nicht verfasste Liebesbriefe, über unsinnige Arbeitsmoral, verpasste Chancen und über Zeit, die einfach so davonhechtet und uns an ne Wand drückt auf der in fetten Buchstaben «hier endet alles» steht und wir uns schmerzlich bewusst werden: «Scheisse, das Leben ist endlich».

Ich werde ab jetzt einige dieser Grübeleien in regelmässigen Abständen mit euch teilen und zwar nicht um euch ne traurige und trostlose Brühe vorzusetzen. Nein, ich serviere euch ne kunterbunte Buchstabensuppe, die euch hoffentlich endlich den Mut verleiht euer Leben voll auszukosten und zwar bis zum letzten Löffel, damit ihr den dann auch irgendwann ohne Bereuen und mit nem fetten Grinsen im Gesicht abgeben könnt, also den Löffel nicht den Mut!

Von | 2019-07-12T11:04:42+00:00 12. Juli 2019|Sterben, Tipps, Tod, Trauer|0 Kommentare

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